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Chronik des Zweckverbandes Bayerische Landschulheime

Vor 60 Jahren gegründet eröffnete der Zweckverband Bayerische Landschulheime von 1949 bis 1967 zwei unterfränkische (Gaibach, Wiesentheid) und zwei oberbayerische (Ising, Kempfenhausen), kommunale öffentliche Gymnasien – in Gaibach auch eine Realschule – mit Internaten und Tagesheimen/offene Ganztagsschulen.

Anlass zur Gründung des Zweckverbandes war es, in einer Zeit politischen und wirtschaftlichen Zusammenbruchs nach dem 2. Weltkrieg jungen begabten Menschen in öffentlichen Internatsschulen und in gesunden Wohn- und Arbeitsverhältnissen den Weg zum Abitur zu eröffnen.

Der Zweckverband wurde auf Initiative des heute schon legendären Münchner Stadtschulrats Professor Anton Fingerle gegründet. Der Gedanke eines kommunalen Zweckverbandes zur Gründung und Unterhaltung von Landschulheimen/Internatsschulen war völlig neu.
Neben dem Gründer ist in diesem Zusammenhang noch eine Persönlichkeit hervorzuheben, ohne die die Entwicklung nicht denkbar gewesen wäre: Lorenz Geisberger. Er übernahm 1958 hauptamtlich die Geschäftsleitung des Zweckverbandes und war nach dem plötzlichen Tod von Prof. Fingerle von 1976 bis 1992 Verbandsvorsitzender.

Alle vier öffentlichen Internatsschulen des Zweckverbandes haben das gleiche pädagogische Konzept. Zwar hat jede Schule ihr eigenes „pädagogisches Gesicht“, aber überall gilt: ganzheitliche Ausbildung in einer Schüler-/Erziehergemeinschaft mit Koedukation in Schule und Internat und wertorientierter Gemeinschaft zwischen Internats-, Tagesheim- und Externschülern bei weltanschaulicher und konfessioneller Offenheit.